Category Archives: Ernst/ Heiter

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Wellcome To Hell, B

“Welcome To Hell” – unter diesemTitel demonstrierten im Jahr 2017 rund 12000 Menschen gegen den G20-Gipfel in Hamburg. Der massive Protest gegen Globalisierung, Kapiutalsmus und soziaale Misssätnde auf der Welt eskalierte durch dien brutalen Übergriffe einer Rockerbande und führte zu Straßenschlachten und Verwüstungen in der Hamburger Innenstadt. Peter Lund hat ein Musical für seine Abschlussklasse auf der Hamburger Demogrundlage inszeniert, und dabei eine stringente, turbulente, agressive Talentshow auf die Beine gestellt, die neben den beabsichtigten Schockelementen die ewigen Sehnsüchte und Wünsche junger Menschen nach Gerechtigkeit und Anerkennung sichtbar macht.
Damit positioniert sich die Neuköllner Oper stark gesellschaftspolitisch, wobei Wut und Frust junger Menschen aus vielerei Nationen und Traditionen in mancherlei sozialen und emotionalen Gegensätzlichkeiten hart aufeinanderprallen. Eine musikalisch mitreißende Auführung beachtenswerter Talente.

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La Bettleropera, B

Wer die klassische Version von Bert Brecht und Kurt Weill sucht, wird wenig finden. Sowie der Titel bereits Verwirrung stiftet, gleicht auch dieses Stück einem nur schwer entwirrbaren Knäul voller Einfälle, Abstrusitäten einer sexistischen Gemengelage, alles verquickt in schlichter Textführung, wirbelnden Tänzen und moderner Musik mit Pop und Rock und allerlei schönen Klängen, die zu einem komischen Bordell-Musical eigentlich nicht so recht passen. Für die Anhänger dieser seit …. Jahren beliebten Neuköllner Kulturstätte, die sich heute mitten im Zeitgeist phanatasievoller Darstellungsvariationen behauptet, war dies zweistündige muntere Spiel ein Vergnügen, ungeachtet der ersnthaften Schlusspointe, die dnan doch überraschte.

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Candide oder Der Optimismus, HB

Leonard Bernstein läßt die lange Zeit verfemte Gesellschaftssatire des französischen Schriftstellers und Denkers Voltaire in musikalischer Bildsprache auferstehen und umgibt sie mit einer Virtuosität, die, wie gewohnt, zwischen Musical, Oper, Operette immer einfühlsam, zuweilen zärtlich, dann wieder grell-katastrophal changiert und hohe wütende Wellen auftürmt, wenn es an physische, psychische und moralische Grenzen geht. Die Bremer Inszenierung läßt die Erzählung des Franzosen in der Neufassung von John Caird aus dem Jahr 1999 in großer Orchesterbesetzung der Scottish Opera Version spielen, die den Handlungsablauf strafft und sich auf die philosophische Auseinandersetzung konzentriert. Ein phantasievoller, farbenprächtiger Bilderreigen mit so viel Lebendigkeit, dass man beinahe vergißt, dass es sich hier um eine philosophische Auseinandersetzung von Leben und Tod handelt.

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Wunschkinder,B

Der bekannte Bühnenautor Lutz Hübner hat mit diesem Stück, das Torsten Fischer im Renaissance Theater Berlin inszeniert hat, eine lautstarke, teils humorvolle, teils tragische realistätsnahe Story geschrieben, die sich mit gewünschten und ungewollten Kindern, mit überverwöhnenden und ängstlichen Eltern, alleinerziehenden Müttern und taffen Jugendlichen, die noch nicht so recht erwachsen werden wollen, befasst. Es hat einen großen Wiedererkennungseffekt und vermittelt hoffentlich auch genauso viel psychologische Einsicht.

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Quartetto, B, 2016

Diese Version der beliebten Komödie ist ungewöhnlich, weil sie tatsächlich mit vier älteren berühmten Sängern besetzt ist und nicht mit Schauspielern. Ob der Schluss, die Pointe des reizenden Seniorenstory in einem amerikanischen Heim für mittellose Künstler, hätte umgeschrieben werden müssen, bleibt fraglich. Aber die Berliner schätzen “ihre” Künstler so sehr, dass man die Inszenierung wieder in die neue Saison übernommen hat.

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Quartetto, B, 2006

Ein vergnügliches Kammerstück über die Möglichkeit – trotz aller Beschwerden – mit Würde und Witz (und Musik!) seinen dritten Lebensabschnitt zu gestalten und sich in sein unvermeidliches Schicksal zu fügen. Auch, wenn es sich dabei um vier leicht überspannte Künstlernaturen handelt, die aber alle ihre Eigenarten so liebenswert kultiviert haben, dass man diesem bezaubernden Verdi-Quartett noch ein langes Leben wünscht – und dem Theater viele erfolgreiche Aufführungen!

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