Die Gehaltserhöhung, B
Der französische Autor hat ein charmantes Dramulett daraus gemacht und es einem einzelnen Schauspieler ans Herz und auf die Zunge gelegt, die Leiden eines treuen, schüchternen Angestellten aufzuzeigen, der in verschiedenen Anläufen schweißtreibend, mal ermutigt, meistens aber entmutigt, sich letzendlich doch nicht mit schönen Phrasen vertrösten und abspeisen läßt und den sich allmächtig gebärdenden Abteilungsleiter, nachdem er ihn endlich erreicht hat und ihm seine Bitte mühsam stotternd angetragen hat, nicht aus der Verantwortung läßt. Immer wieder versucht er mit harten, enervierenden Anläufen, vorbei an der stupiden Sekretärn, die stoisch tippend am Vorzimmerpult ihr Dasein emotionslos fristet, zum unerreichbaren Abteilungsleitergott durchzukommen – aber der Weg ist weit und beschwerlich.