Category Archives: Tanz & Tanztheater

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Evita, OL

Dem Oldenburgischen Staatstheater ist eine sehenswerte Inszenierung geglückt, weil es sich zum Einen an die erfolgreiche Vorgabe der Originalproduktion von Harold Prince hält, zum anderen, weil es in nur gut zweistündiger Aufführung den Lebenslauf der Eva Duarte Perón in vielfarbiger Leuchtkraft entfaltet. Da sind nicht nur die stimmlich variationsfähigen Darsteller, die dies Metier mit Auszeichnung im Musicalfach studiert haben, und Spiel und Gesang perfekt miteinander vereinen, sondern es gelingt eine effektvolle Gesamtharmonie von Orchester, Regie und Bühnenzauber.

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Deca-Deci/L’Arlésienne, OL

Es ist ein temporeiches, faszinierendes Ballettangebot, das neue und klassische Ausdrucksformen in vielseitig variablen, künstlerisch höchst anspruchsvollen Bewegungsabläufen vereint. Es geht darum, Begegnung und Trennnung, Nähe und Ferne, Liebe und Abkehr, Gewinn und Verlust, Zusammensein und Einsamkeit, insgesamt alle möglichen Polaritäten unseres Daseins wie Gegensätze und Ähnlichkeiten, Ursprung und Fortschritt, Wildheit und Zivilisation, Rituale und Kultur als sich permanent wandelnde Entwicklungsphasen transparent werden zu lassen.

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Namouna und Clear, B

Zwei völlig verschiedene Ballette und Choreographien mit entsprechend unterschiedlicher Anforderung sind an diesem Abend vereint. Da ist die akademisch-klassische Bearbeitung zweier Bach-Konzerte mit einem hoch motivierten Ensemble starker Tänzertalente, und da ist die zauberhafte neue stilisierte Version einer romantischen Liebesgeschichte , die so frisch und übermütig daherkommt, als sei sie gerade erst ins Jungmädchenalter gekommen.

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Caravaggio

Die Ballerinen dürfen mal als fröhliche römische Partymädchen übermütig das Terrain erobern oder wie Paulina Semionova als seine Muse den armen Caravaggio liebkosend von seinen schrecklichen Visionen erlösen, mit denen ihn dann wieder eine andere – Beatrice Knop – als biblische Rächerin traktiert. Der großartige Michael Banzhaf und die zauberhaft grazile Shoko Nakamura zeigen ein derart zärtliches Intermezzo, dass es Malakhov, respektive, Caravaggio, nicht schwer fällt, sich in diese amouröse Ménage à Trois einbeziehen zu lassen. Szeneneinfälle, Capriziosi, Flüchtigkeiten. Im richtigen Leben waren es wohl die Dirne Lena und ihr Geliebter Ranuccio, mit denen der Künstler sich einließ!

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Dialoge 09

In immer sich neu erfindenden Bildern entfalten sich die unzähligen Bewegungsabläufe der Tänzer zu modernen, oft schrillen aber ebenso fein und fern ertönenden Musiken neuer Komponisten – in allen Räumen des großartigen Neuen Museums, das David Chipperfield mit dezenter Ausgestaltung und einer faszinierenden Harmonie der verschiedenen architektonischen Elemente und Materialien versehen hat. Hier treffen sich Gesang-, Instrumental-, Tanz- und Baukunst auf allen Ebenen im wahrsten Sinne des Wortes.

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