Category Archives: Konzerte

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Rusalka, OL

Vier Stunden, zwei Pausen und keine Note -Minute- zuviel! Ob es an der harmonischen Kongruenz von Sprache und Musik, von Orchester und Darstellung liegt, am lang entbehrten Operngenuss, der endlich, wenn auch nur im gezielt besetzten Theater die hervorragende Inszenierung kennzeichnet, läßt sich vermuten – aber, dass hier das Oldenburger Staatstheater einmal wieder punktgenau beweist, wo seine herausragenden Qualtiäten liegen, ist eindeutig. Hinzu kommt eine romantische Dramatik, eine pointierte, in verschiedene Erzählebenen klar aufgeteilte, zwischen Mystik und realer Wahrnehmung wechselnde theatralisch charakteristische Melodik und Rhythmik. Ein temperamentvolles Spiel voller Effekte, Poesie und Spannung.

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Oedipus, B

Einen großen ästhetischen und musikalischen Genuss verspricht diese ungewöhnlichste aller Oedipus-Inszenierungen , die im verschwommenen Nebel eigenwilliger Arrangements in die Tiefe der klassischen Antike taucht, als die Menschen von Göttern fehl-geleitet in ihren Untergang gingen. Im Einklang mit eigenwilliger tänzerischer Schrittfolge deklamieren die Schauspieler einzeln oder als Chor-Gruppe in langsamer Silbensetzung den Ablauf des Dramas. Mit voller Wucht beherrschen die Instrumente unsere Wahrnehmung, nehmen die Entwicklung voraus, die um wenige Takte später die Worte der dunklen Gestalten aus fernen Zeiten umschreiben. Aber die alten Zeiten sind uns auf den Leib gerückt.

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Les Boréades, OL

Wegen großer Nachfrage Zusatzvorstellungen am 8.und 9. Januar 2022

Theater par excellance: ein Saisonauftakt, der grandios gelungen ist: mit gewaltigem Theaterdonner, mit tollen Tänzern, mit hinreißenden Sängern, einem absolut stimmig einfühlsamen Orchester, mit Bühnenbildern, die für Überaschung sorgen und von Phantasie zeugen, Kostümen, deren Eleganz und Vielfalt das theatralische Geschehen aufnehmen und wiedergeben. Was soll man mehr bewundern nach dreistündiger konzentierter HIngabe und immer wieder neuen Regie- Überraschungen: wie selbstverständlich Mystik und Klassik mit der aktuellen Philosophie der Aufklärung, dem aufbrechenden Widerstand eines lange unterdrückten Volkes verwoben ist, wie brutal sich die Macht der Tyrannen, des Adels sich hier offenbart, wie ohnmächtig ein Volk scheint, solange es sich nicht Widerstand wagt. Wie machtvoll die Liebe ist, die über sich selbst hinauswächst. Oder /Und letztlich doch den Mut des 80jährigen Komponisten, 25 Jahre vor der französischen Revolution dies fein verpackte Widerstandsepos in Märchenform vorzustellen. Doch er wurde abgestraft, das Werk durfte zu seiner Zeit nicht aufgeführt werden.

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Unterleuten, B/Potsdam

von Juli Zeh, eine Produktion des Hans Otto Theaters, Potsdam Gastspiel im Berliner Schillertheater/Komödie am Kurfürstendamm, 2019 Bearbeitung: Ute Scharfenberg, Regie: Tobias Wellemeyer, Bühne: Alexander Wolf, Kostüm: Ines Burisch, Musik/Sounddesign: Mare Eisenschink mit: Dirk Schoedon, Christoph Hohmann, Juliane Götz, Katrin Hauptmann, Johannes Heinrichs, Rita Feldmeier, Sabine Scholze, Marianna Linden, Roland Kuchenbuch, Esther Agricola, Matthias Zahlbaum, Josip Culjak, Julian Mehne, Jan Kersjes, Arne Lenk, Elisabeth Bellé, Charlotte Hübner, Maria Gohl, Matilda Lindbergh Ein Windpark und seine Folgen Die Potsdamer Inszenierung des

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Vom Himmel kommt es / Zur Erde muss es. HB

VOM HIMMEL KOMMT ES / ZUR ERDE MUSS ES Ein vorösterliches Chorkonzert mit Werken von Fauré, Brahms und Schubert, Joseph von Eichendorff, James Macpherson, Friedrich Ruperti in Szene gesetzt von Vendula Nováková;  Musikalische Leitung Alice Meregag Theater am Goetheplatz, 2019, Bremen Sopran Solo: Maria Martin Gonzalez; Bariton Solo: Daniel Ratchev; Opernchor des Theater Bremen, Bremer Philharmonie; Ausstattung: Nanako Oizumi, Elena Melissa Stranghöner; Licht: Peter Schmidt. Text nach Isabelle Becker, Dramaturgie Befreiung im Jenseits “Die Kurt-Hübner-Preisträger des Jahres 2018 – der

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L` Ètoile oder “Das Horoskop des Königs”, HB

Komische Oper in drei Akten von Emmanuel Chabrier (1841-1894) Text von Eugène Leterrier und Albert Vanloo Theater am Goetheplazt, Bremen, 2019 Bremer Philharmoniker: Musikalische Leitung Yoel Gamzou Opernchor des Theaters, Regie Tom Ryser, Dramaturgie Brigitte Heusinger, Ausstattung Stefan Rieckhoff, Chor Alice Meregaglia, Licht Christian Kemmetmüller, Mit: König Ouf I. Luis: Olivares Sandoval ,Lazuli, Hausierer: Ulrike May, Aloès: Iryna Dziashko, Laoula, Prinzessin: Nerita Pokvytyte; Siroco, Hofastrologe: Christoph Heinrich;Tapioca: Joel Scot; Fürst Hérisson de Porc-Epic: Christian-Andreas Engelhardt; Erzähler: Martin Baum; Patacha, Bürger:

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