La Traviata HB
Und so ist der Inszenierung dem Regisseur Benedikt von Peter und dem Dirigenten Clemens Heil eine liniengrade, von allem Kitsch abgespeckte Neuinterpretation geglückt, die sowohl in Kontrasten als auch in feingliedrigen Strukturen verläuft. Violetta, die Verachtete, die Liebende, die Verzichtende als Märtyrerin, die Eigenliebe in wahre Nächstenliebe verwandelt und beinahe wie eine Heilige ihr Leben opfert, beherrscht die Bühne. Ganz allein zwar, doch eingebettet in die musikalische Obhut des großartigen Orchesters und starker Stimmen im Background.