Permalink to single post

Ewig Jung, B

  Ein Songdrama von Erik Gedeon Regie: Erik Gedeon, Assistenz Sarah Schermuly, Bühne Frank Herzog, Kostüme Dagmar Fabisch, Maske Sabine Guthke-Pooch, Licht: Gerhard Littau, Ton Kamen Sheljasov Eine Produktion des Renaissance-Theaters Berlin, Premire am 4.Oktober 2009 mit: Angelika Milster als Schwester Angelika,, Harry Ermer als Herr Ermer, Katharine Mehrling als Frau Mehrling, Dieter Landuris als Herr Landuris, Tomi Dierkes als Herr Dierkes, Guntbert Warns als Herr Warns, Anika Mauer als Frau Mauer.  Evergreen mit tollem Ensemble …und sie läuft und

Permalink to single post

Don Quixote, HB

Frei nach Kathy Acker und Miguel de Cervantes Auf der Suche nach Liebe Theater am Goetheplatz, Bremen, 2024 Regie: Caroline Anne Kapp ,Dramaturgie: Theresa Schlesinger, Bühne Amina Nouns, Kostüme Carla Loose, Grafik Desiree Kabis, Sounddesign Florian Wulff, Licht: Katrin Langner, Daniel Thaden Mit: Shirin Eissa, Jan Grosfeld, Jorid Lukaczik Don Quichote recycelt. Ein Plädoyer für die Liebe, für die Selbstbestimmung der Frau, für das Ritterliche in beiderlei Geschlecht, deren Sehnsüchte und Körperlichkeit dann aber doch wohl einige Unterschiede besitzen, die

Permalink to single post

Anatevka, B

Eine berührende und temperamentvolle Inszenierung, die den großen Charme dieser tapferen und mutigen kleinen jüdischen Gemeinde in Russland in all ihren charakteristischen Facetten zeigt – ihren Lebensmut und auch hin und wieder Übermut, gepaart mit großem Humor, der sich hier Chuzpe nennt, und so eigenartig Widersprüchlichkeiten aufzulösen vermag wie sonst nirgendwo. Mitten im Geschehen zieht der Milchmann Tevje (großartig Max Hopp) mit großem Herzen und offener Seele seinen alten Wagen, und seine geplagte Frau Golde zieht fünf Töchter auf, die so ganz ihren eigenen Weg gehen werden, die strenge Tradition ihres Volkes der Liebe wegen mißachten und dem guten Vater auch das Herz brechen werden. Zwischen Tanz und Traurigkeit, zwischen scherzhaften Eskapaden, wenn auch nur in gruseligen Traumgebilden, schreitet das Leben voran. Für die glücklich verliebten Paare ziehen bereits dunkle Wolken am Zukunftshorizont auf, während sich Tevje weiterhin mit seinem lieben Gott auseinandersetzt, listig-demutsvoll mit sich selbst argumentierend, immer auch einen Ausweg findet. Fast immer. Denn die Menschen sind ihnen nicht alle freundlich gesonnen, und eines Tages wird das Ende ihres Bleibens im Dörfchen Anatevka verkündet. Der Fiedler auf dem Dach wird sie begleiten auf dem weiteren und weiten Weg der Suche nach einer Heimat. A.C.

Eine ausführliche Besprechung folgt.

Permalink to single post

Extrawurst, B

eine Komödie von Dietmart Jacobs und Moritz Netenjakob Im Renaissance Theater Berlin, 2024 Regie: Guntbert Warns, Bühne Manfred Gruber, Kostüme: Felina Warns und Polly Warns mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka, Christoph M. Orth, Felix von Manteuffel Ende mit Schrecken Zuerst denkt man an Mitmach-Theater, denn das Publikum scheint dermaßen mit vollem Herzen in die Materie einzugehen. Kein Wunder, sind doch Vereinsregularien den Meisten von uns gut vertraut, und man ist nur zu gern bereit, herzlich über all das

Permalink to single post

La Gioconda, B

Eine wahrhaft rührende Story? Und doch noch ein bißchen mehr: denn da die Oper von der Kunst der Musik und der Sänger lebt und schwere Schicksale mit menschlicher Größe verbindet, ist auch der todbringende Entschluß Giocondas, auf ihre Liebe wie auf Rache zu verzichten, wie bei vielen ihrer Opern-Schwestern ein fassettenreiches Spiegelbild des Lebens, dass die Menschen immer wieder stark berührt. Den Beweis erbrachte diese bewegende Auführung an diesem Abend im Februar 2024.

Permalink to single post

Salome, OL

Mit der unheimlich düsteren Verkündigung “Es wird Schreckliches geschehen” fährt die Regie die Spannung von der ersten Minute auf Hochtouren. Kraftvolle Männerstimmen, Tenöre, Baritone, Bässe in Gestalt von Sklaven und Dienern sind seitlich der Bühne und mit Jochanaan sogar im Zuschauerraum placiert, während das Orchester im rückwärtigen Bühnenraum die bereits tosenden emotionalen Elemente in Gang setzt.
Unheilvoll ertönen die Rufe von allen Seiten, warnend vor jeglichem visuellem Kontakt mit der Prinzessin, die anzusehen verboten ist, sie anzusprechen bereits mit Todesstrafe geahndet wird. Der Blick, das Schauen, die visuelle Kraft der Verführung, des Begehrens sind die Antriebsfedern dieser Inszenierung, dieses Stückes an sich, das Oscar Wilde sich mit überschwenglicher Poesie und überbordenden Sprachbildern wohl von der Seele geschrieben hat, Salome verfallen im Rausch des allgemeinen Hype zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Mit großartigen Darstellern und einer hinreißenden Yannick-Muriel Noah als männerverschlingende und selbstzerstörerische Salome wird diese Inszenie rung von sich reden machen.

« Older Entries Recent Entries »