Author Archives: A. Cromme

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Der Fliegende Holländer

Die Botschaft des Märchens:

Zu zeigen, wie der Mensch in sein Schicksal hineingeworfen und zum Spielball der Pole/Mächte wird (aus der griech. Sagenwelt aller vorzivilisierten bzw. heidnischen Völker) Es sind die Pole gut/böse – Gott/Teufel. Später im Zeitalter der Vernunft entwickelt sich eine neue Sichtweise und Erfahrung: Der Mensch kann sein eigener Herr sein, selbstbestimmt kann er entscheiden zwischen Recht und Unrecht; ihm ist es nun gegeben, das EGO, Machtstreben und Ehrgeiz zu überwinden

1. noch in der christlich geprägten Moral und Ethik: durch Gott
2. in der Vernunft: durch Überlegung, Verzicht, Altruismus
3. in der Romantik symbolisiert die Natur beides: Aufbruch und Geburt, Verzicht/Tod; Dunkel/Hell, Tag und Nacht; Wald/Stadt/Dorf-Gemeinschaft

Märchengeschichte ist Menschheitsgeschichte, Mythos ist der Urgrund, auf dem sich die Menschen seit altersher in unterschiedlicher Form und inhaltlichen Variationen Unerklärliches in der Natur und bei sich selbst – in ihrem eigenen Verhalten – zu erklären versuchten;
Liebe und Tod – mit all den Begleiterscheinungen und Auswüchsen – Hingabe, Selbstaufopferung, Verzicht und Caritas auf der einen – Eifersucht, Verrat, Kampf und Vernichtung auf der anderen Seite sind die Trieb- undAntriebsfaktoren der Menschheitsgeschichte.

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Der Barbier von Sevilla – OL

von Gioacchino Rossini Oldenburgisches Staatstheater Musikalische Leitung Jason Weaver, Inszenierung: Ronny Jakubuschk Ausstattung: Matthias Koch, Chor: Thomas Bönisch, Dramaturgie: Lars Gebhardt “Ein tolles Frutti di Mare” Figaro als Wassermann und Almaviva als Poseidon Man möchte sie einfach mitsingen – die Ruhmesmelodien der Opera Buffa,  Arien, Kantilenen, die sicher im 19.Jahrhundert auf den Straßen von Pesaro von den Gassenjungen gepfiffen, in den Küchen von Mägden sehnsuchtsvoll geschmettert, in den Salons der besseren Gesellschaft im Bemühen, es den verehrten Künstlern gleichzutun, temperamentvoll

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Crusoe

Es bleibt ein Rätsel, das nicht zufrieden stellt, obwohl sich Denis Larish bemüht, die Facetten dieses Untergehens gut zu skizzieren. Aber da bleibt eine dramaturgische Distanz in ihm und zu uns, eine Entfremdung, die nicht überbrückt werden kann, solange er aus seinem inneren Gefängnis keinen Ausweg findet. Und das ist die Geschichte von Tournier: Robinson als der einsame Mensch, der auf sich selbst zurückgeworfen wird abseits oder inmitten einer -Müll produzierenden – Gesellschaft, die vor Aktivitäten zu bersten scheint, aber keine wirklich sinnvolle Aufgabe mehr erfüllt, nämlich sich um die Mitmenschen zu kümmern.

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