Monthly Archives: April 2026

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Das Bildnis des Dorian Gray,B

Von Anfang an fasziniert diese einmalig spannende und gelungene Schauspieltragödie mit exzellenten Darstellern, denen man ein Höchstmaß an künstlerischer Darstellung zollen möchte. Und sie setzt diesem unglaublich erkenntisreichen und selbstkritischen Werk des berühmten englischen Dichters ein gänzlich anderes Denkmal als die Bearbeitung von Wildes Gefängniszeit “de Profundis”, wo er, beinahe als teuflische Strafe, seine angebliche Schuld und Lebensverfehlungen wahnhaft büßt – auch diese Inszenierung wurde von großer schauspielerischer Intensität bewegt. Bei Dorian Gray geht es um die perfekte Schönheit eines jungen Mannes, der, sich seiner Herrlichkeit noch nicht bewußt, bevor ihn ein Maler und ein Lord aufs Podest stellen, der eine, um diese absolute Schönheit mit seiner Kunst festzuhalten, der andere um des eigenen Genusses willen.

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Tosca,B

Eine tiefe Verbeugung aller Gäste diesmal für den vitalen Tenor Freddi di Tomaso, der so voller Leidenschaft und Inbrunst bereits seine Auftaktsarie schmetterte und kräftigen ersten Szenenapplaus erhielt. Da wußte man, was kommen würde: ein faszinierend präsenter charakterstarker Cavaradossi, der sich nicht als gefügiger milder Maler, sondern als selbstbewußter Römer und konsequenter Kämpfer für die Freiheit Roms darstellt so wie seine starke und mutige Geliebte Fiora Tosca sich als Künstlerin zwischen rasender Eifersucht und mutiger Entscheidung ihren Platz in diesem politischen und menschlichen Drama assoluta erobert. Anastasia Bartoli ist übrigens nicht mit der gleichnamigen Sängerin verwandt, sondern die Tochter von Cecilia Gasdia, der derzeitgen Direttore Artistico der Arena di Verona. Anastasias Stimme gäbe auch der Arena ein starkes Klangvolumen.

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Nurejew, B

Diese Inszenierung des bedeutenden russischen Choreographen Krill Serebrennikov wurde in Russland verboten.Sie war für das Regime zu politisch, zu persönlich, zu modern, und der Startänzer Rudolf Nurejew (1938-1993) , seine Karriere, seine Flucht aus Russland, des “Verrats an seinem Heimatland” bis heute bezichtigt und daher geächtet, seine glänzende steile Karriere im Exil und seine persönlichen Vorlieben, extravagant und lebensgefährlich, bedeuten noch heute für die Russen eine gefährliche moralische und sittliche Herausforderung.
Nun, so wurde das aufwendige, vielfältig choreografierte Werk in Berlin, an der Deutschen Oper vom eigenen Ballett, großartigen Tänzerinnen und Tänzern, Musikern und Darstellern einem jubelnden Publikum vorgestellt, getanzt und, gespielt. Es ist eine Reise nach Berlin allemal wert!