Category Archives: Tanz & Tanztheater

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Das flammende Herz

Für Vladimir Malakhov, Ballettdirektor und russischer Tanzmagnet, scheint es eine ganz besondere Herausforderung zu sein, die Charaktere großer Künstler wie Tschaikowsky, Caravaggio und nun auch Shelley in tänzerischer Psychologie zu verkörpern, sie mit so viel Eleganz und Grazie, so großer Feinfühligkeit darzustellen, dass man meinen möchte, er hat nun für sich eine neue künstlerische Herausforderung entdeckt. Und dass er nun die großen, hohen, weiten Sprünge, die Tanzakrobatik und die Dynamik weitgehend den jüngeren Tänzern überlässt, zeigt nicht nur Einsicht in die körperliche Endlichkeit, sondern vor allem pädagogischen und psychologischen Weitblick.
Shelley also hier auf der Bühne der alten Lindenoper: ein ästhetischer Hochgenuss – eine Brillanz der Darstellung, ein faszinierend flirrendes Spiel der großen Tanzkunst, aber auch ein ausdrucksstarkes Gemütsdrama, das in Episoden die Begegnungen des Dichters mit den jeweils neuen Musen zeigt.

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Megapolis

Die Lebensgier, dieser Anspruch, selbst in diesen elenden Quartieren eine eigene, funktionierende Gesellschaft aufzubauen, wird von Macras allein in Gewalt und Depression ausgemalt, schraffiert ohne Konturen, Die von packenden Beatrhythmen begleiteten und geführten Versuche der Überlebens- und Liebeskämpfe der Junkies, der Prostituierten, der Zuhälter, der Gesetzesbrecher, der Umherirrenden und Suchenden nach einem Platz in dieser Underground-Gemeinschaft endet im gegenseitigen zerstörerischen Chaos, in dem sich niemand mehr zugeordnet und zugehörig empfindet. Aber aller Brutalität zum Trotz gibt es zuweilen im Keim anklingende Zärtlichkeit, und die dank der phantasievollen musikalischen Begleitung assoziierte Sentimentalität macht diese Aufführung somit insgesamt erlebenswert.

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Dialoge,B

Mäuschenklein sind die Menschen in diesen gewaltigen Dimensionen einer Architektur, die entfernt an große Kathedralen erinnert und an Gottesfürchtigkeit gemahnt, an die Kunst alter Baumeister, die noch durch die Länder zogen, um Statik und Schönheit, Steinmaterial und die Kunst des Erhabenen zu studieren. Es gibt viel zu sehen, wer sich an diesen wenigen Abenden fußfest und neugierig auf die Reise durch die Welten begibt; es dauert lang bis man die einzelnen Darbietungen erfasst, sich räumlich orientiert und die schmuckvollen Decken- und Wandgemälde betrachtet und mit Glück gesehen und gehört hat, was das große Ensemble so gut verteilt anbietet.

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