Prometheus, gefesselt
Die Inszenierung endet nach einer Stunde wie sie begonnen hat: mit Geplätscher und im Halbdunkel. Da Jossi Wieler seine Darsteller – siehe auch “Iphigenie” – weitestgehend statisch und textlastig agieren läßt, also den Hauptakzent auf die Vermittlung des Wortes als aussagekräftiges theatralisches Mittel legt, konnte man natürlich keine spannenden inszenatorisch beeindruckenden Phasen erwarten. Ein bisschen mehr darstellerische Differenzierung und dramaturgische Spannung aber hätte dem großen Epos schon größere Transparenz verliehen !