Category Archives: Neue Inszenierungen

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Deca-Deci/L’Arlésienne, OL

Es ist ein temporeiches, faszinierendes Ballettangebot, das neue und klassische Ausdrucksformen in vielseitig variablen, künstlerisch höchst anspruchsvollen Bewegungsabläufen vereint. Es geht darum, Begegnung und Trennnung, Nähe und Ferne, Liebe und Abkehr, Gewinn und Verlust, Zusammensein und Einsamkeit, insgesamt alle möglichen Polaritäten unseres Daseins wie Gegensätze und Ähnlichkeiten, Ursprung und Fortschritt, Wildheit und Zivilisation, Rituale und Kultur als sich permanent wandelnde Entwicklungsphasen transparent werden zu lassen.

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Herkules, OL

Nach klassischem Vorbild noch eng verbunden mit den alten Göttern und einer archaischen Heldenverehrung entstand ein bewegendes musikalisches Spiel in einer opulenten und beinahe modern beschwingten Bild- und Klangfolge. Die Liebenden, verstrickt in allzu menschliche Gefühle, getrieben von Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und Rache, werden nicht Opfer der Götterwillkür, sondern – nach dem Vorbild der “Trachierinnen” von Sophokles und den “Metamorphosen” von Ovid – erliegen dem Wahn ihrer eigenen tragischen Blindheit.

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Ich bin wie Ihr, ich liebe Äpfel, B

Drei Damen, deren Männer die Geschichte als Massen-Mörder in alle Ewigkeit gebrandmarkt hat, steht ein Dolmetscher zur Seite, der nach anfänglicher Überlegenheit mehr und mehr in die Rolle eines bedauernswerten Opfers abgleiten muß angesichts der verflixten Aufgabe, hinter den Worthülsen der Diktatorengattinnen das Ungeheuerliche ihrer Mit-Schuld zu entlarven.
Eine Inszenierung, deren Schausspieler dieses Stück zum neuen Hit der geistreichen Unterhaltung machen. Unbedingt sehenswert!

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Alle meine Söhne, OL

Für mich, und dies ist eine sehr persönlich Meinung und keine den Kriterien eines unabhängigen Kritikers angepaßte Überlegung, ist Arthur MIller einer der größten nun schon klassischen Dramatiker der Theatergeschichte des vorigen Jahrhunderts. Seine Dramen sind perfekt aufgebaut, spannend und poinitiert in der Dialogführung: Das Geschick der Protagonisten wird einerseits einfühlsam und verständnisvoll, doch mit einer konsequenten und schmerzhaften Wahrheitsoffenbarung analysiert. Es ist unmöglich, sie unbeteiligt zu lesen oder anzuschauen. Dass das Staatstheater Oldenburg, dass der Regisseur und sein Team zum Auftakt der Saison und der neuen Intendanz eine großartige Aufführung anbieten, wird unter diesen Aspekten alle Theaterliebhaber zufriedenstellen.

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Shakespeare, Mörder Pulp & Fiktion

von John von Düffel
Bremer Shakespeare Company

Regie: Frank Auerbach
Musikalische Leitung: Florian Oberlechner
Musik: Michael Meyer, Tim D. Lee, Florian Oberlechner
Texte: Frank Auerbach
Bühne/Kostüm: Melanie Kuhl
Regieassistenz: Martina Lübbing
Technik: Torsten Ehlen, Florian Wilke
Rollstuhlbau: Kai Henkhus
Redaktion: Frank Auerbach
Fotos: Marianne Menke

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